Thom Yorke nennt Musikindustrie “sinkendes Schiff”


Juni 25th, 2010 | 0 Kommentare ...  

Thom Yorke nennt Musikindustrie “sinkendes Schiff”
Gut reden und schlafen als Millionär: Thom Yorke wettert weiter gegen die Musikindstrie

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Radiohead wurde durch das Musikindustriesystem erfolgreich, aber wenn es um die Zukunft geht rät Sänger Thom Yorke Bands die Maschinerie zu verlassen. In einem Interview warnte Yorke junge Künstler davor mit der Musikindustrie abzuschließen und nannte diese “ein sinkendes Schiff”, das nur mehr noch “Monate statt Jahre” vor dem Kollaps stünde.

Stattdessen rät der Sänger jungen Bands selbst zu veröffentlichen und die Kontrolle in turbulenten Zeiten zu behalten. “I guess I would say, don’t tie yourself to the sinking ship because, believe me, it’s sinking,” so Yorke wörtlich. Das Interview wurde für das Rax Active Citizen Toolkit geführt, eine High-School Textbuch, dass dazu schrägerweise nur gedruckt erscheint.

Gute Idee? Yorke geht damit alleine voran, während sein früheres Label EMI bald nur noch als Rechteverwerter agieren wird. Aber Radiohead ist auch eine Vvor-digitlisierungs Geschichte, und daher schwierig echte Innovation von früheren Erfolgen zu unterscheiden. Radioheads Bezahl-was-du-willst Ansatz wirbelte viel Wind auf, ist aber für den Aufbau unbekannter Künstler eher ungeeinget. Radiohead gab selbst zu, dass die meisten Fans für das Album gar nichts bezahlten und die Bit-Torrent Statistiken die Downloads locker aushebelten.

Radioheads Feindschaft gegenüber ihrem alten Label EMI trägt mittlerweile aber auch schon leicht heuchlerische Züge, “wenn die Musikwirtschft stirbt wird es keinen großen Verlust darstellen,” so Yorke weiter.



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