Mutter verkauft Anleihen als Kunstwerk


November 27th, 2009 | 0 Kommentare ...  

Mutter verkauft Anleihen als Kunstwerk

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Die Berliner Band Mutter hat sich wieder was ausgedacht: um ihr neues Album TRINKEN SINGEN SCHIESSEN (nicht Scheissen!) zu finanzieren, veräussert sie 99 von Max Müller entworfene Schuldverschreibungen, die als Kaltnadelradierung zu je 100 Euro erhältlich sind.  Damit hätte die Band rein rechnerisch zusätzliche 9900 Euro zu Verfügung.

Die Schuldverschreibungen gibt es in 3 Motiven, die von der gesamten Band unterschrieben und fortlaufend durchnummeriert sind. Um jedes Motiv erwerben zu können reicht es drei aufeinanderfolgende Nummern zu erwerben. Die Nummer 100 zeigt ein Triptychon aller 3 Druckplatten und wird gesondert veräußert. Nach Drucklegung sollen die Motivplatten kaputt gemacht werden.

Die in der Druckwerkstatt Bethanien in Berlin-Kreuzberg gedruckten Teilschuldverschreibungen werden ab dem 25.11.2009 herausgegeben und haben eine Laufzeit von einem Jahr. Das heisst, sie können nach einem Jahr, aber spätestens bis zum 31.03.2011 wieder zurück gegeben werden. Der Kaufpreis wird dann erstattet.

Nicht zurückgegebene Anleihen verbleiben im Besitz des Anleihegläubigers, welcher eine ordentliche Rechnung für den Kauf der Urkunde als Kunstwerk erhält. Alle BesitzerInnen der Schuldscheine werden namentlich auf der Rückseite des Albums TRINKEN SINGEN SCHIESSEN erwähnt.

Damit schlägt die Band gleich zwei Schnäppchen: Wurden Bandanleihen bei Fans bislang in Form von Alben angeboten, erweitert Mutter diesen Rahmen auf gedruckte Schuldverschreibungen als Kunst. Auf diese kann man zusätzlich im Wert spekulieren, die Band wiederum profitiert von dem Verkauf des Albums.

Laut Mutter Webseite sollen schon 51 Anleihen, also über die Hälfte verkauft worden sein.

Mutter Schuldverschreibungen: Sänger Max Müller kratzt schon seit seiner Jugend Zeichnungen und abgründige Comics.

http://muttermusik.de



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