Cologne on Pop – das verflixte siebte Jahr


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Juni 6th, 2010 | 0 Kommentare ...  

Cologne on Pop – das verflixte siebte Jahr

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Die bessere Popkomm wurde sie genannt, nun geht die Kölner c/o pop zum siebten Mal heran, Popkultur in „all ihren Facetten“ darzustellen.

Letztes Jahr viel die Popkomm aus, der Kölner Nachfolger c/o pop jedoch wurde mit über 30.000 Besuchern erwachsen. Auch wir fühlten uns zuhause, erlebten große Abende und ein hervorragendes Programm.

Dieses Jahr soll wie immer alles noch besser werden, vor allem der Fachkongress, der dieses Jahr unter dem Titel c’n’b Creative Business Convention neu aufgestellt wurde. Dabei geht es wieder mal um interdisziplinäre Geschäftsmodelle (zu deutsch: wie rette ich meinen Job) in Zeiten fortschreitender Digitalisierung, Monopolisierung und gleichzeitiger Ausfransung der Geschäftsfelder. Da das zuschauen bzw. zuhören bei Themen wie Lernen von der Musikwirtschaft (zur Zeit holt sich BP CEO Tony Hayward Tipps beim ex-RIAA Chef Hilary Rosen in Sachen Schadensbegrezung und Aufräumarbeiten ab – aber das ist eine andere Geschichte)  für Außenstehende schnell ermüdend werden kann, konzentrieren wir uns gleich auf das für die Öffentlichkeit zugängliche c/o pop Festivalprogramm 2010.

Wie es bei Festivals so ist, treten an mehreren Tagen mehr als nur mehrere Bands auf. Bei Festivals wie Reeperbahn oder c/o pop verteilen sie sich dazu auf mehrere Orte, so dass es nicht damit getan ist, sich einmal um die eigene Achse zu drehen um die andersfarbige Bühne zu sehen. Im Gegenteil wird man nicht umhin kommen, sich für einen Ort zu entscheiden, und den anderen zu 99% verpassen. Da ist es etwas bedauerlich, wenn am Freitag die attraktivsten Live-Acts der c/o pop 2010 alle am selben Abend quasi gegeneinander antreten.

Alle? Nicht ganz, die 2009 Kitsune Label Entdeckung Crystal Fighters finden am Abend zuvor mal den Weg weg von der Insel, und geben einen ihrer seltenen Deutschland Gigs. Dazu gibt es Prog-House von Post War Years, aber auch das junge Kölner Indierock-Trio The Pollywogs, deren Stoff, man muss es sagen, Tip for the Rocktop ist!

Freitag wie gesagt geht’s rund dass man nicht mehr weiß wo man zuerst hingehen soll: Robyn / Bonaparte / Caribou im Gloria Theater und anschließend zur Ed Banger Night mit Uffie, oder eher zu The Go! Team und den Ruby Suns in den Opernterrassen, oder zurück in den Bogen 2 zu Ja, Panik zusammen mit 1000 Robota und Hans Unstern, oder edel auf der Museum Ludwig Dachterrasse chillen zu To Rococo Rot? Halt, gibt ja auch noch New Young Pony Club, deren neu Single I Want To [free download] soeben erschienen ist, und Autokratz im Luxor und überhaupt die Kompakt 3000 Party mit Michael Mayer und Superpitcher u.v.v.v.v.a. alten Kompaktgesellen vs. Silberschwein! Wer auch immer sich diesen Namen ausgedacht hat muss mehr als nur einen an der Waffel haben, zum Beispiel einen herausragenden Geschmack für Stil und Talent, hört man solch Xaltiert coole Elektroacts wie Ziel 100 oder dem Silberschwein Resident Und Ich.

Samstag empfiehlt Dorfdisco dann den Popmarkt auf dem Offenbachplatz (bei schönem wetter in den Opernterrassen), eine Art Flohmarkt für Popkultur und deren Fans, die wahrscheinlich bessere Art Kontakte für die Zukunft zu knüpfen als sich die Trockenkost der Convention zu geben.

Ob die c/o pop es im verflixten siebten Jahr schafft die hohen Erwartungen nach 2009 zu erfüllen wird sich zeigen. Eines ist jedoch klar, die c/o pop ist in Köln angekommen wie die Music Week in Berlin oder das Reeperbahn Festival in Hamburg.

c/o pop, 24.6. – 28.6. all over Köln.

Tag Zwei c/o pop:  Currywürstchen, Unstern, Bier und 1000 Robota



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