The Real Stuff


Kid Congo and The Pink Monkey Birds, Khan & Mahmoud, live at Privat Club, Kreuzberg, 14.5.2009

Mai 16th, 2009 | 3 Kommentare ...  

The Real Stuff
Kid Congo and The Pink Monkey Birds, live at Privat Club, Berlin, Kreuzberg, 14.5.2009

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Was für ein Abend! Kid Congo Powers,  man muss es sagen, legendärer Gründungsgitarrist von The Gun Club und zeitweiliger Gitarrist der Cramps, oder auch Nick Cave und überhaupt… kam mit seinen Pink Monkey Birds auf Dracula Boots Tour. Im Berliner Vorprogramm agierte noch Khan zusammen mit Thomas Mahmoud, bekannt aus diversen anderen Projekten wie Mahmoud&Boombastik, Mutationsklub, ex-Von Spar.

Zwar fror ich da noch auf einer Kreuzberger Dachterasse zu Lachs und Champagner, eierte aber gleich nach Eintreffen vor die Bühne, wo Khans dramatisch groovender Tanzboden-Glam der kühl understated Clubstil schlechthin ist, große Unterhaltung und unterwürfig gut, dass so ein Mr. Jagger das mal hätte sehen sollen.

Nach diesem Auftakt rastete der Abend zu Kid Congo und seinen Pink Monkey Birds förmlich aus. Zunächst kaum angekündigt (in diversen Stadtmagazinen stand was drin), machte zuvor noch eine spontane Telefonkette die Runde durch halb Kreuzberg. Danach meinten selbst Musik Spezialisten wie Lobotomy, dass das schon der Gig des Jahres war.

Nach einladender Begrüßungsansprache schaltete das Set gleich auf Sex Beat, dem The Gun Club Klassiker, von denen Kid Congo stets welche im Gepäck führt, und zu I Found A Peanut , jener irren Thee Midnighters Version, drehte alles durch. Das hatte selbst ich in Kreuzberg noch nicht erlebt. Grinsende Gesichter überall.

Der wie immer perfekt gekleidete Kid erzählte gar von LSD Erfahrungen unterm Tisch, und widmete diesem ein Late Night Scurry (behold how the body rises), bevor man mit dem Suicide-stoischen, Andre Williams-liken Chicano-Rocker LSDC den Keller quasi aus-einander-nahm, und in Erinnerung an Lux Interior mal I’m Cramped von den Cramps brachte.

Die YeahYeahYeahs hatten Lux letzte Woche noch mit Human Fly bedacht. Doch wo das erwartungsgemäß klang, war es hier eben der original Sound von Kids alten Fender vorm Twin, the real Stuff!

Aber nicht nur um die alten Nummern ging es. Für lang vermissten stripped-down Voodoo-Rock hielten auch die neuen Titel wie das beinharte Hitchhiking oder das samt-groovende Black Santa hervorragend mit, und zu einem Kris Kringle Ju Ju wackelte das Haus. Mir persönlich gefiel das betörende La Llarona neben dem klasse Rocker (You’re) Rare as the Yeti, und von den alten For the Love of Ivy (Gun Club) natuerlich am besten.

Vorn tanzte mittlerweile die halbe Prominenz, hauptsächlich in Person von Geburtstags-Stripteuse Jessie Evans samt Anhang, als auch eine unbestimmte Menge an Downtown-Fashion-Chicks, die wohl den Bus verpasst hatten. Egal, mit Maria und Tom Schwoll kamen noch ein paar späte Voodoo-Drinks an, das heisst, Steve Morell trinkt ja nichts, deswegen hatte er um 12 auch alles verpasst.

Noch Fragen? Heute hingehen:

15.05.2009 20:00@Silber (ex-Tanzhalle), Hamburg,

16.05.2009 20:00@Das Bett, Frankfurt,

www.bett-club.de/index.htm

www.myspace.com/khanoffinland

www.myspace.com/kidcongoandthepinkmonkeybirds



Kommentare / Comments:

  1.  
    1. Cameron  

    …und es war für mich endlich der würdige Abschied von Lux…was für eine schöne Party !
    Danke Danke Danke ! Goo Goo Muck 😉

  2.  
    2. danny roth  

    war ein toller abend, trotz des geburtstagstänzchens…

  3.  
    3. Bobby  

    Der Gig des Jahres war aber schon Andre Williams 😉

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