Stärkenhosemusik! im White Trash


Teenagesongs Forever – White Trash 11.01.10

Januar 13th, 2010 | 0 Kommentare ...  

Stärkenhosemusik! im White Trash

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Teenagesongs Forever machen Stärkenhosemusik. Was das ist? Ich habe keine Ahnung. Vielleicht wurde da Deutsch in Usbekisch in Ketschua in Japanisch und zurück in Deutsch übersetzt. Englisch oder deutsch überlegend kam ich ihnen jedenfalls nicht auf die Schliche – power pants music…strong trousers…dicke Hose… hmm, irgendwie nicht. Auch entsprechen weitere Erklärungen auf MySpace etwa demselben Grad an Verständlichkeit.

So verschlüsselt ihre Beschreibungen sein mögen, so ist die Musik dann doch nicht ganz so unverständlich. Deutscher Gitarrenpop mit teils witzig verdrehten Texten. Da lässt der Vergleich mit Tomte oder Tocotronic nicht lange auf sich warten. Im White Trash am Montag ließ die Band allerdings schon eine Weile auf sich warten. Das Konzert fing Trash-like recht spät an. Aber mit einem fetten Burger im Magen ist das gut auszuhalten.

Los ging’s dann mit einem eingängigen Schlagzeug-Bass-Duett, worauf Sänger Bono mit seiner Gitarre alsbald einstimmte.

Der Song „Kaputt“, soll wohl eher weniger als eine Hommage an Peter Maffay verstanden werden, obwohl die ersten Worte, wenn auch etwas verdreht, eindeutig einem seiner Texte entsprangen: Wenn du gehst, geht nur ein Teil von mir, das andere bleibt hier. Weiter geht der Titel zum Glück anders und siehe da, ein tolles Stück.

Zum Ende der ersten Konzerthälfte holten sie einen älteren Herrn als Gast auf die Bühne. Er sollte mit Synthieklängen eine skurril-düstere Stimmung erzeugen, während die andren Drei den Sommer besangen bzw. bespielten und ihn baten nicht fortzugehen. Das erzeugte nicht nur eine sonderbare Stimmung, sondern einen ebenso sonderbaren Anblick, da der Herr, zwischen Schlagzeug und Bassist gedrängt, vor dem Keyboard kniend, sehr apathisch seine Hände hob und rhythmisch wieder auf die Tasten sinken ließ, ohne dabei eine Miene zu verziehen. Nach diesem Stück erstmal Pause. Zeit sich kurz zu wundern und anschließend erfolgte der Wiedereinstieg mit einem saftigen Schlagzeugsolo mit Schlagzeuger Kristof allein auf der Bühne, bis der Rest der Band von seiner Pausenzigarette zurückschlurfte, um ihn zu unterstützen.

Auf ihrer MySpace Seite ist zu lesen, Einflüsse kämen unter anderem von Bob Marley. Das wurde dann wohl im letzten Titel des Abends verarbeitet. Kristof kramte ein Bajan hervor und aus der Gitarre wurden reggae-artige Klänge und Rhythmen herausgeholt, die den Zuhörer zum Abschied auf eine entlegene Insel entsandten.

Teenagesongs Forever, Musiker Fotos: Maja Preitz

www.myspace.com/teenagesongs



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