Laszive Texte über coole Beats


Amanda Blank im Astra, 2.7.2009

Juli 6th, 2009 | 0 Kommentare ...  

Laszive Texte über coole Beats
Amanda Blank im Astra, 2.7.2009

Von

Von zwei DJs mit Diplo-Samples eingeläutet, kam dann Amanda Blank auf die Bühne. Sie ist der nächste große Hype, der im Schoße der „New Philly”-Posse (Diplo,.Santo…, äh, Santigold, Spank Rock, Sweatheart) nach Europa kommt.

An ihrem Outfit haben die anwesenden Modeverehrer sicher ihre Freude gehabt, solange sie auf Understatement stehen: Ein kurzes schwarzes Cape, was sie bald ablegt um das kleine Schwarze, ganz aus blätterartigen Stoffteilen zusammengesetzt, zu entblößen.

Die Dame zeigte nicht nur Bein, sondern stöhnte, schrie und ging in die Knie. Sie hielt das Mikro wie weiland Mick Jagger. Hier zwar kein Phallussymbol, aber Ausdruck der lasziven Sexualität einer erwachsenen, souveränen Frau.

Ihr Auftreten und ihre offensiven Texte sind aber eher an Lil’ Kim und Foxy Brown geschult als an den alten weißen Rock-Machos (die ja wieder von den afroamerikanischen Künstlern der 60s geklaut hatten).

Die Musik – in der Lightversion nicht von einer Band, sondern den DJs präsentiert – mit der klaren Diplo-Handschrift, ist das gerade angesagte Amalgam aus HipHop, Electro, Baile Funk, Disco und Rock. Es wird klar: Blank will auf den aktuellen Zug aufspringen – sie will in die Charts.

Photos: MORE Subways, Amanda Blank, Boys Noize, Crookers @ Levi'S Unbutt

Auch wenn viele der Anwesenden meinten, es sei nicht innovativ einen alten 80er Jahre Hit von Romeo Void Never say Never als „Might Like You Better” auszunehmen, und Acts wie Santigold und M.I.A. seien einfach besser, machte mich die Show auf jeden Fall auf ihr Mitte Juli erscheinendes Album „I Love You” neugierig – vor allem wegen der tollen Beats, der frechen Texte und der coolen Ausstrahlung von Frau Blank.

www.myspace.com/amandablank

Amanda Blank:Might Like You Better

Romeo Void: Never Say Never



Kommentare sind geschlossen.