Herzen sprühen Feuer in einer kalten Nacht


Japandroids – Bang Bang Club 10.02.2010

Februar 11th, 2010 | 0 Kommentare ...  

Herzen sprühen Feuer in einer kalten Nacht

Von Monika Levinski

Sie sind zum ersten Mal in Berlin. Sie sind im Bang Bang Club. Ein Laden, der, wie die VeranstalterIn und ich befanden, noch nie so gerockt hat wie an diesem Abend. Ein Gemoshe und Gestagedive wie wir es dort noch nicht erlebt haben. Nicht, dass wir dauernd dort wären, aber ein häufig gehörtes Zitat des Betreibers ist “Das ist zu heavy für den Bang Bang Club.” Naja – später kam er von einer Lesung und meinte, darauf angesprochen, dass es natürlich dauernd so wäre, erst gestern bei Delphic und neulich bei den Wavves und überhaupt. Naja – so ist das halt mit den Haarspaltereien zwischen uns Szenemenschen.

Dann haben die VeranstalterIn und ich uns während der Show darüber auseinander gesetzt, ob Japanroids nun Emo sind oder nicht, oder dass Bands gar keine Cover mehr spielen, so als Hommage an ihre Helden. Für mich sind Japandroids zwar eine einzige Hommage an …Trail of Dead, aber sie erledigen das zu zweit, mit viel Drone und Teenage-Angst Appeal, während T.O.D. zu sechst sind, live auch mal mit zwei Drumsets spielen und dauernd die Instrumente wechseln.

Japandroids sind Brian King und David Prowse aus Vancouver, ein Duo wie ihre Noise-Kollegen No Age aus Los Angeles. Eine Zeitlang haben sie zwar halbherzig nach einer Sängerin gesucht (“If we could get a hot girl to sing up front there would be nothing to stop us”), mussten jedoch feststellen, dass es schon heiße Mädels in Vancouver gibt, die aber nicht mit ihnen abhängen wollen.

Selbst ist da der junge Mann und so besingen sie lieber abwechselnd ihre Beziehungen zu Mädchen mit viel Herzblut. Denn “Young Hearts Spark Fire, All Night, Oh Yeah!”. Und der Funken springt rüber an diesem Abend im Bang Bang: wer nicht mosht oder den Platz auf der Bühne zum raufklettern-und-wieder-runterspringen nutzt, freut sich über Textzeilen wie “Must get to France so we can French kiss some French girls” oder “Darkness on the Edge of Gastown”, die laut mitgesungen werden.

Zum Schluss gibt’s dann doch noch ein Cover, eine punkige Version von Mcluskys ‘To hell with good Intentions’. Gute Wahl!



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