WEE FLOWERS: Total auf LSD (LesenSchlafenDösen)


Bekenntnisse eines Murmeltiers

Januar 28th, 2010 | 0 Kommentare ...  

WEE FLOWERS: Total auf LSD (LesenSchlafenDösen)

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Turn off, stay in, drop flat! sagte mein innerer LSD Guru und ich folgte. Das passende Klima (Schnee-Eis-Schnee) verschaffte das perfekte Alibi und so geschah es, daß ich meine Haselnußsammlung in die Höhle schleifte und mich in den Winterschlaf zurückzog.

Aha, denkt der aufmerksamere Typ: Vergangenheitsform…
Goldrichtig!
Der erste gelungene Ausbruchsversuch aus der Winterstarre passierte am 7. Januar mit Ziel Kreuzberg: Robert Lopez, auch als Elvez ( der mexikanische Elvis) bekannt, spielte mit den Zeros, einer der ersten Punkbands Nord-Amerikas, im Wild at Heart.

Da hielt mich aber so gar nichts mehr zu Hause; wie vor ein paar Jahren, als Robert – als Elvez – mit seiner „It’s A Brown Christmas” Show in Potsdam auftrat. Die Straßen waren damals komplett vereist und es war dementsprechend fies kalt, aber die Show für die handvoll Wahnsinniger, die sich durchs Packeis bis nach Potsdam vorgearbeitet hatten, war richtig heiß.

Im Wild at Heart war dann schon wesentlich mehr los. Vor den Zeros spielte Jesse mit seiner Band Sister Butterfly, und ich fühlte mich durch die Show, die Outfits und die Musik zurückgeworfen in eine andere Zeit: Post Punk, Ort:  Batcave in London.

Auf dem Nachhauseweg von Kreuzberg noch ein ausgedehnter Cocktail-Boxenstop im Stagger Lee, meiner absoluten Lieblingsbar.

Da ich ja auch noch eine Berufung habe, stapfe ich Tag für Tag brav ins Atelier und male für die nächste Ausstellung mit dem Thema „The 7 Year Itch” in der Strychnin Galerie am 12. Februar.

Als dann Glamour To Kill am 22. Januar zur neuen Separée Party „Glamour To Trash” im White Trash aufriefen, konnte ich meine Polarforscher-Montur schon wieder aus dem Schrank zerren. Absolute Anwesenheitspflicht. Den Auftritt von den Jungs und ihren Nackedeis habe ich dann verpasst, weil ich im Restaurant unbedingt diese Rock-Kapelle Lonely Kamel aus Norwegen ansehen wollte. Eine vollgedröhnte kleine Rockerin aus deren Entourage fiel mir dann vor die Füße, oder auch mal vom Tisch neben mir – auf den sie wieselflink geklettert war – das lenkte ab.



Anschließend wieder der Boxenstop – siehe oben.

Hier noch ein paar Hinweise für Winterschläfer…

A propos vollgedröhnt…das unterhaltsame Buch für frostige Winterabende: Everybody Must Get Stoned: Rock Stars on Drugs von R.U. Sirius . Alles, was man über Rock Stars und deren „kleine Schwächen” wissen sollte, hat Mister Sirius mit heiterer Gelassenheit aufgeschrieben. Gibt’s auch auf Deutsch unter dem Titel „Stoned”.

Und zum Thema London empfehle ich die Post-Glam, Pre-Punk Version des Naked Civil Servant (der Geschichte von Quentin Crisp); ein Buch mit dem Titel Berlin-Bromley von Bertie Marshall mit einem Vorwort von Boy George.

Auf Arte läuft täglich Schirm, Charme und Melone, dazu eine Tasse Earl Grey Tee, draußen schneits, was will ein Murmeltier mehr?



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