DOPE – ein 68er Underground Filmklassiker


Ein Film von Diane Rochlin (nennt sich jetzt Flame Schon) und Sheldon Rochlin

April 5th, 2009 | 1 Kommentar ...  

DOPE – ein 68er Underground Filmklassiker
Caroline Thomson in Dope, Photo: Promo

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Es regnet draußen, und ich sehe mir ein Video über Dee Dee Ramone an, in dem er sich über alte Zeiten und alle möglichen Kollegen, Freunde und Ex-Lover auslässt. Dann erklärt er seine Tätowierungen. Hintergrund, Motiv und wann ungefähr gestochen. Dabei zeigt er auf ein schwerentzifferbares Geschnörksel, das ihm eine durch geknallte australische Malerin und Lebenskünstlerin namens Vali Myers im Chelsea Hotel irgendwann in den Achzigern mit der zünftigen alten Nadel-und-Faden-Methode in den Unterarm gestochen hat.

Weil ich mich ja ganz außerordentlich für Tätowierungen erwärmen kann, habe ich diesen Hinweis weiterverfolgt, stieß auf eine großartige Quelle in Form einer Biographie ( “Vali Myers” von Gianni Menichetti, Verlag: Golda Foundation) und fand dort eine  Episode über einen 68er Kult-Film, in dem  Vali bei einem Donovan Konzert auf der Bühne tanzend beschrieben wurde.

Das miese Wetter und eine morbide Laune ließen mich weiter forschen: der Film heißt Dope und  ist eine realistische und unverkrampfte Dokumentation über eine Londoner Bohemien-Clique gegen Ende der Love & Peace Ära, die ganz entspannt diverse Drogen konsumiert. Soll nicht heißen, dass dieser Film den Appetit anregt, es geht schon auch um die tragischen Nebenwirkungen des Themas: Turkey, Überdosis und Draufgehen.

Der Film hat bei Festivals und auch im Whitney Museum in New York gute Kritiken bekommen.

Zum Schluss ein bisschen Namedropping: Donovan, Marianne Faithful, Geno Foreman und Pink Floyd sind zu sehen bzw. hören. Als Vorgeschmack empfehle ich “Dope” bei youtube einzugeben, da finden sich zwei Trailer. Den Film gibt es als zeitlich begrenzte Downloadversion für ein Paar Dollar und auch als DVD direkt von der Regisseurin Flame Schon im Internet zu bestellen.

www.dopethemovie.net



Kommentare / Comments:

  1.  
    1. Flame Schon  

    as the film-maker of Dope, I’d welcome any comments (and orders as well..http://www.dopethemovie.net)
    There is a really thoughtful, in-depth interview with me written by Ian O’Sullivan in the Jan.-Feb issue of Shindig!Magazine in print only published in the U.K.