Butthole Surfers nach 13 Jahren wieder live in Berlin


April 16th, 2009 | 0 Kommentare ...  

Butthole Surfers nach 13 Jahren wieder live in Berlin

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Eigenwillig, durchgeknallt, psychedelisch, unberechenbar, die Butthole Surfers taten in den 80ern schon das wovon heute viele reden, dann aber doch nicht so ganz draufhaben. Wer auf LSD Platten aufnimmt, muss auch schon einen Schuss haben, oder nicht?

Die Band um Gibby Haynes, Paul Leary, King Coffey, Jeff Pinkus und Teresa Nervosa waren der Inbegriff alternativen Rocks, als es die alternativ-organisierte Kommerzialisierung, Freiluftfestivals, Missgeburten wie Crossover, Surfers Epigonen wie Angus Andrew oder deutsche Homies mit Tante Ernas Kassengestell noch nicht gab.

Stattdessen spielten die Butthole Surfers auf Festivals wie Pandoras Box zwischen The Gun Club, The Legendary Stardust Cowboy und Nick Cave and the Bad Seeds eingepackt in Klopapier, Wäscheklammern im Haar und Kunstblut aus geplatzten Luftballons unter Stroboskopgewitter ihre Art aufgelösten Kunstrock, den man im Rausch noch verstand und sofort adaptierte.

Kid Congo Powers sagte damals, das wäre die Band die Amerika nach all dem Punk braucht. Prompt wird sie heute als Wegbereiter des Grunge eingereiht, nur weil auch ein Kurt Cobain sie gerne hörte.

Erst in den 90ern hatte die Band mit dem Album Electric Larryland einen kommerziellen Erfolg, das absurderweise aber auch eines ihrer schwächsten Alben ist, was wiederum heisst, dass die Band erst langweilig werden musste um gehört zu werden.

Nach jahrelanger Abwesenheit findet sich nun überraschenderweise die Originalbestzung (siehe oben) wieder zusammen. Im Gegensatz zu anderen Reunions aber lässt die Nachricht freudig aufhorchen, vor allem wenn (hoffentlich) vorwiegend frühes Material von Psychic.. Powerles.. Another Mans Sac uber Locus Abortion Technician bis Hairway to Steven gespielt wird! Ob es aber immer noch so inspirierend und frisch wirkt wie in den 80ern ist abzuwarten.

Die Butthole Surfers spielen ihren einzigen Deutschlandgig am Montag, 20.4.2009 im Berliner Kesselhaus.



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