WEE FLOWERS: Amsterdam-ned

WEE FLOWERS: Amsterdam-ned


Oktober 22nd, 2008 | 0 Kommentare ...  

WEE FLOWERS: Amsterdam-ned
Cooles Wetter in Amsterdam-ned. Foto: Wee Flowers

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Pfiffigerweise hatte ich meinen Urlaub für den Herbst verplant, da ich schwer damit rechnete, diesen Sommer in einem sonnendurchfluteten Berlin zu verbringen.
Seit Wochen stand die Sonnenmilch lieblos vergessen auf dem Fensterbrett und wartete auf ihren Einsatz. Irgendwie hatte ich dann aber keine Lust so lange zu warten, also packte ich Anfang Juli mein Köfferchen, um ein paar Tage in Holland am Strand zu verbringen.

In Amsterdam angekommen, kaufte ich erstmal an der Centraal Station einen günstigen Regenschirm, denn der Himmel war grau verhangen. Der Schirm kam auch ziemlich schnell zum Einsatz, weil es sofort anfing ausgiebig zu regnen. Da es ja viele gemütliche Cafés gibt, war es nicht weiter tragisch. Die Cafés sind leicht zu finden, da vor jedem eine kleine Traube rauchender junger Leute steht. Das Nichtrauchergesetz wurde auch in Amsterdam knallhart durchgezogen.

Nachdem ich das Rijksmuseum, das Rotlichtviertel und die Rundfahrt mit dem Grachtenboot abgehakt hatte und das Wetter sich kaum besserte, sagte ich dem Strand “tot ziens” (auf Wiedersehen) und amüsierte mich, indem ich den Rock’n’Roll in Amsterdam suchte. Es war nicht ganz so leicht. Das Melkweg und das Paradiso hatten keine interessanten Konzerte auf dem Programm, und die Rockkneipen sind im Sommer eher ruhig. Der Soundgarden war nur halb voll, die Mädchen an der Bar erklärten mir, das läge am neuen rauchfreien Zustand, und das Maloe Melo ist auch nicht wirklich eine rockige Angelegenheit. Letzter Versuch: das Winston Kingdom, ein kleiner Club am Rande des Rotlichtbezirks, liebevoll eingerichtet, und hier spielte tatsächlich eine Surfband vor 15 heiteren Leuten. Mehr war in knapp 3 Tagen nicht zu finden – mit durchweichten Schuhen und Alkohol im Blut.

Übrigens sind Hausschuhe in Form von “Klumpen” – holländisch für Clogs – der Hit unter den Souvenirs.

Rock Club im Amsterdam- geschlossen

Rock Club im Amsterdam- geschlossen

Zurück in Berlin habe ich dann regelmäßig als Trio mit Sylvie und Christian auch bekannt als “Smith&Wesson vs. Mr. Moustache” aufgelegt, um den Rock’n’Roll Pegel zu halten: unter anderem bei der Motörhead Aftershow Party, der Glamtronik Show (mit den Speecies, einer Band aus Osaka, und mit Glitter Klinik) – an zwei Abenden hintereinander, und schließlich Ende August bei Dan Sartain.

Ein wahres Wunder war der strahlende Sonnenschein bei der Premiereparty von “Leg dich nicht mit Zohan an” am Bundes Pressestrand. Adam Sandler, der Hauptdarsteller, hatte sichtlich Spaß in der tiefenentspannten Athmosphäre mit seinen Gästen zu plaudern. Der hat sich gedacht:”Ich weiß gar nicht, was die hier immer über das Wetter maulen, ist doch super.”

Rückblickend war es hier in Berlin ja auch nicht sooo übel, das Wetter, aber jetzt freue ich mich auf eine Woche Sardinien; da kann ich zum Verhaltensforschen der Mufflons mal wieder meinen geliebten Stroh-Cowboyhut ausführen.



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