The Stooges – The Weirdness (Virgin)


April 2nd, 2007 | 0 Kommentare ...  

The Stooges – The Weirdness (Virgin)

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Diese Platte wächst und wächst und wächst wie Iggy’s Individualität beim Anblick einer schönen Frau. Und dass es nach 34 Jahren auch noch mal die Stooges sein dürfen doch so unfassbar wie ein großes Aufräumen in einem nicht enden wollenden Rockuniversum. Liest und hört man allerdings das breite Misstrauen, die landläufige Enttäuschung über dieses Album, so halte ich es nur für bedingt berechtigt. Denn 1. ist klar, dass die Stooges nie an die essentiellen drei ersten Platten herankommen würden, allein schon aus Alters Gründen, und 2. haben sie es in einer Welt voller Bezüge auf die frühen Scheiben auch nicht nötig. Trotzdem rocken sie besser als 90% dessen was in den letzten 30 Jahren auf den Markt geschmissen wurde, schaffen versteckte musikalische Nuancen auf entsprechende Textstellen, finden immer noch ein abgefuckt cooles Riff und scheppern ihren Kram herunter dass es eine Lust ist. Alabama-Dalai Lama, wo findet man einen solchen didaktischen Freiraum? Wer dichtet nonesense oder harte Wahrheiten heutzutage noch auf eine Art die sich mikroskopisch gewaschen hat? Keine hundert Britrave Bands haben dies, kein Metal Genre und kein Rap Geballer. Von uns lieben deutschen Krabbelkasten Indies ganz zu schweigen! Und wenn man schon hohe Kunst fordert, dann soll man sie nicht schmähen. Das ist Iggys Idee, und auf The Wierdness hat er diese mal wieder locker verwirklicht.

www.myspace.com/iggyandthestooges



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