Sans Fusils, Ni Souliers, A Paris: Martha Wainwright´s Piaf Record


(VÖ 4.12.2009, Drowned in Sound Recordings / Cooperative)

Dezember 4th, 2009 | 0 Kommentare ...  

Sans Fusils, Ni Souliers, A Paris: Martha Wainwright´s Piaf Record

Von Jakob Wierzba

Martha Wainwright covert Edith Piaf. Das ist die gute Nachricht Die eine ist die Grande Dame des Chanson, die andere, Wainwright, noch “in spe”, aber schon mal den kürzesten Weg eingeschlagen? Aber nein, es ist ja nur ein Tribute, eine Ehrerbietung an das große Vorbild der Kindheit, dem man von klein auf mit großer Inbrunst nacheiferte, und jetzt auch professionell, mit gebührendem Respekt gegenüber ihrem, dem Piafschen Werk.

Ob Wainwrights Interpretation Piaf gerecht wird, sei den Piaf-Kennern zur Bewertung überlassen. Mit rudimentären Kenntnissen der Klassiker und einschlägiger Soundtrack-Beiträge stellt sich eher die Frage ob der gelungenen Aktualisierung – können wir die Begeisterung für Piaf mit dieser Platte teilen und vor allem genießen? Die ästhetischen Grundbedingungen sind erfüllt: die Band ist gut, und die Stimme hervorragend.

Der Sound ist, wie es zum Piafschen Oevre gehört, angemessen süffig und rauchig, nicht künstlich, auch nicht künstlich retro. Die Songauswahl ist abwechslungsreich in Stimmung, Tempo und (vielleicht vermeintlichem) Bekanntheitsgrad: ich weiß daher immer, dass es Piaf ist, und manchmal meine ich einen Song irgendwie schon immer zu kennen. Und beim hören trifft man auf nette, überraschende Kleinigkeiten: L’Accordéoniste schrammelt schön, Les Groqnards marschieren seltsam, Non La Vie N’Est Pas Triste klingt immer noch komisch aktuell und Le Metro De Paris ist angenehm flott.

Fazit: fand ich Edith Piaf schon immer cool, meine ich dank Martha Wainwright nun auch zu wissen warum.

www.marthawainwright.com
www.myspace.com/marthawainwright



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