Lovvers – OCD Go Go Go Girls


(Wichita)

August 14th, 2009 | 0 Kommentare ...  

Lovvers – OCD Go Go Go Girls

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Surf-Angst is killing me! Nach Wavves starten jetzt Lovvers mit Doppel-V aus England und wühlen tief im flapsigen Lo-Fi Surf Garagenpunk für die Neuzeit. Selbst wenn es nicht stimmen sollte: Lovvers müssen eine Menge Wavves gehört und sich dann gegründet haben, zu frappierend die Ähnlichkeit bei zum Beispiel AXTXTXIXTXUXDXE, wo es ähnlich windig und verwischt zugeht, dass man Hooklines und Worte noch eben so heraushört. Doch wo Nathan Daniel Williams aka Wavves ein robusteres Songwriting haben, sind Lovvers wesentlich Hitverdächtiger.

Wie alle guten Platten es jemals waren, ist <a href="Ocd Go Go Go Girls""” target=”_blank”>OCD Go Go Go Girls erstmal verloren im billigen Garagensound, begraben unter einer Decke Fuzz und Stimme, und widerspenstig genug um all jene abzuhalten die sich längst mit dem funktionieren im Musik Entertainment abgefunden haben. Ein paar Lovvers Durchläufe später aber knirscht die Gitarre so originell mittig, federt in den besten Momenten herzliche Surfmelodien zum mitsingen, und untermauert von einem solch stechenden Beat, dass man sich besser überlegt ob man noch ist oder abhängt.

Dann huldigt OCD Go Go Go Girls dem großen britischen wie auch amerikanischen Songwriting, entdeckt die Swell Maps ebenso wie Husker Dü, und lässt das Repetive in säuberlich sezierte, und dann durchgeknallte Retroräume hallen. Four Count schon ist ein Monster, hat strukturell alles was ein Hit braucht, und ist seiner geschlotterten Attitude so sehr Unradiolike, dass man aufspringen und entweder mitsingen oder sein Radio zerhauen möge.

Auch der Titeltrack OCD Go Go Girls – ich weiß wirklich nicht Was OCD bedeuten soll! – ist ein Elvis vom Mars Evergreen, so sehr klappert es mit seinem ahhh Chorus und alten West-Coast Arrangements, dass man sich wieder die Badehose und das Surfbrett zurück wünscht.   Vielleicht lags ja daran, dass sie für das Album extra nach Portland Oregon flogen?

Und 100 Flowers retten wahrscheinlich mehr Umwelt als alle Parteiprogramme zusammen. Lovvers, Wavves, The Pains of Being Pure at Heart, Crystal Stilts, The Mae Shi, wie immer sie alle heissen mögen bilden die neue Generation unvoreingenommener und frischer Garagenbands, die ohne Probleme mit großen Vorgaben umgehen können und dies zu dem wirklich neuen Garagenpunk und Understatement umfunktionieren. So dass man all jene, die es noch nicht mitgekriegt haben fragen kann: wo warst du diesen Sommer 2009 – als es los ging?

Lovvers auf Myspace
OCD Go Go Go Girls in ganzer Länge hören



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