Empire of the Sun – Walkin On A Dream


(VÖ 13.3.2009/ EMI)

März 8th, 2009 | 0 Kommentare ...  

Empire of the Sun – Walkin On A Dream

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Jetzt hat es mich auch erwischt: ich höre Empire of the Sun. Was soll man machen? Eigentlich mag ich keine lullige Discomusik, keine ausrechenbaren Hitgaranten, blöderweise sitze ich hier genau dem auf, und frage nach dem Unterschied. Da ist Luke Steeles blecherne Stimme, kein Spachtelorgan oder Angeberbass, sondern geradzu nach vorne gerichtete Schneide, die mich an Human League oder John Foxx erinnern will, nur fordernder. Und das Fordernde ist in wenigen Worten gefasst, so wie die alten Stooges oder Punkplatten, wenn sie denn gut waren. Und dann sind die Typen sowas von überdreht Kitsch, kein Möchtegern Lagerfeld oder Teenrave, sondern Totalkitsch, so wie man es mal von satten Glamrockgruppen, Adam Ant oder -ups- Siegfried und Roy gewohnt war, die mit zuviel Cash oder Kiff in der Birne in ein überquellendes Zweite Hand Lager gescheucht wurden, nur flippiger. Außerdem verbindet man mit Empires Klangfarben auch mal nicht nur kühle 80er, sondern schlimmer, 70er Discosendungen, nur besser, erträglicher nach heute produziert, mit viel Hall und federleichten Streichelchören, die immer noch knorke und catchy genug sind um durchzugehen. Und dann ist da dieser Überhit Walking on a Dream, als wenn man darauf gehen könnte, aber Jesus ging ja auch schon mal übers Wasser, da können so Discotypen ja auch mal auf ihrem eigenen Traum spazieren, und schlussendlich, daran wirds wohl liegen, kommen Empire of the Sun aus Australien -aaargh! Australien, das wirds sein, wo das Empire der Sonne einem die Haut verbrennt und überhaupt alles anders rum fährt und läuft. Einzig Delta Bay ist ein, verlaub, Schtück, als wenn man mit sich nichts anzufangen wusste, etwas zu geplagt für den Rest, der dagegen durchweg Sahne und weitaus erwachsener als MGMT, Iglu & Hartley u.a. ist.

www.myspace.com/empireofthesunsound



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