Digitalism – I Love You Dude


(V2 / Cooperative Music), VÖ: 17.06.2011

Juni 23rd, 2011 | 0 Kommentare ...  

Digitalism – I Love You Dude

Von

2008 schafften es Jens Moelle und Ismail Tuefekci, besser bekannt als Digitalism, mit ihrem Debütalbum Idealism als erste deutsche Band in der Tradition von Daft Punk oder Justice Indierock und Electro-House zu verschmelzen. Tracks, wie „Pogo“ oder „Idealistic“ wurden zu Hymnen des Jahres und die Jungs aus Hamburg wurden zum ganz großen Hype.

Nach 3 Jahren und unzähligen DJ-Sets und Live-Gigs erschien nun das zweite Album I Love You, Dude. Schon die 2010 veröffentlichte EP Blitz versprach wieder einmal fette Beats, verzerrte Bässe und die für Digitalism übliche Portion Indierock.

Und I Love You, Dude enttäuscht diese Ansprüche nicht. Wieder einmal rumst es ordentlich. „Circles“ , „Miami Showdown“ und „Antibiotics“ sind treibende Songs zum Raven ins Nirvana.

„Reeperbahn“ ist ein teuflisches Gemisch aus „The Prodigy“ und „Rage Against The Machine“ und bei „Forrest Gump“ wurde The Strokes Sänger Julian Casablanca mit ins Boot geholt, um jedem noch einmal den Schulterschluss zwischen Synthesizer und E-Gitarre kundzutun.

Ebenfalls der obligatorische Sommerhit mit Ohrwurmcharakter durfte nicht fehlen. Diesmal wurde er auf den Namen „Two Hearts“ getauft.

Vergleicht man das neueste Werk mit seinem Vorgänger fällt auf, dass die Bässe eindringlicher geworden sind und ein wohliger Tiefenrausch sich im Gehör Platz verschafft, doch fehlt es einer Dramaturgie, wie bei Idealism.

Viel eher bedienen Digitalism alle massenkompatibel Dancesounds der letzten Zeit. Gott sei Dank wird der Wobble-Dubstep-Bass ausgespart. Letztendlich bleibt zu hoffen, dass die sympathischen Hamburger nicht die nächsten Benny-Benassi-Atzenmusik-Produzenten werden!

http://www.myspace.com/digitalism



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