Dag för Dag – Boo


(VÖ: 12.02.2010 / Haldern Pop / Cargo)

Februar 23rd, 2010 | 0 Kommentare ...  

Dag för Dag – Boo

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Gleich beim ersten Hören wird klar, dass dieses amerikanische Geschwister-Duo aus Stockholm nicht unbeachtet bleiben wird. Dafür klingen sie zu gut, fast zu gängig-gut weil nicht nur sehr aktuell zeitgemäß, als würde man das Beste von The XX, The Young Marble Giants, die alten Joy Division oder auch The Kills extrahieren und ohne darüber nachzudenken einspielen, sondern auch weil insgesamt recht schlüssig und gekonnt präsentiert.

Sei es diese verhaltene Orgel, die kratzig-verhallte Gitarre (gespielt von Sarah Snavely), der tiefe Bass (gespielt von Jakob Snavely) oder das infernalisch-großartige Schlagzeug (gespielt von Chuck Bukowski), entweder es wird es  fein versunken oder heftig intensiv, als würde ein frisch gebackener Schwarzlichtgazer einen jener vergessen-guten Trips einnehmen und seinen Ich-zustand ins Unendliche katapultieren.

Es hängt kein Stück, Boo fließt oft gleichmütig, fast meditativ, aber mit gewissen Vertiefungen dahin, reicht aus und nimmt sich Raum vor allem dann, wenn Sarah Snavelys Stimme tief hinein produziert wurde, und die Gitarre und Schlagzeug diesem massiv nachkommen.

Einziger Punktabzug: so hell und überzeugend Sarahs Stimme auch klingt, Bruder Jacob Snavelys Stimme kontrastiert mir dagegen zu knödelig, passt mir im Klangbild nicht ganz.

Ansonsten typischer Fall von Indie-Tip, und nicht wie angekündigt heute abend Live im Berliner Bang-Bang Club, sondern verschoben auf den 21. März!

http://www.myspace.com/dagfordag

http://www.dagfordag.com



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