Birdpen – On/Off/Safety/Danger


(VÖ: 27.3.2009, Les Oreilles Bleues / Al!ve)

März 30th, 2009 | 0 Kommentare ...  

Birdpen – On/Off/Safety/Danger

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Nein, wahrscheinlich wird sich Birdpen kaum in Deutschland verkaufen. Kein Konsument kennt die Band, im Radio läuft es nicht und in den einschlägigen Magazinen kann man das Debut Album On/Off/Safety/Danger von Birdpen (England) auch nicht finden. Von daher ist es eigentlich ein ziemliches Luxusproblem etwas zu empfehlen, dass vorraussichtlich nur Kenner und geschmacksichere Liebhaber elegischer Rockmusik übernehmen werden.

Ein paar versprengte deutsche Einträge findet man im Netz, von einem Laxmagazin bis Campus-web.de, und dort gibt man dem Album Bestnoten und spricht jetzt schon von einem vorderen Platz unter den besten Alben des Jahres 2009. Muss also was dran sein, ist auch. Kein Album, das genormte Hits abwirft, deshalb auch kein Airplay, aber genau die Ware, die, wenn erst einmal entdeckt, seinen Platz im CD-Ragal findet, so wie Ende ’90 schon einmal solch psychedelisch durchwehte Selbsterfahrungsgruppen wie Magoo oder Dawn of the Replicants.

Aber zurück, sehr abwechslungsreich ist dies hier, durchmalt, zurückhaltend und dann wieder wachrüttelnd, mit vielen Deja-Vu Stellen versehen und, falls es so etwas gibt, die schöne Kunst der ausgefeilten Rockmusik machens übersetzen. Denn wenn manches Stück über die sieben Minuten Grenze segelt, dann hat es auch schon den einen oder anderen Part, eine oder andere Instrument oder Effekt hinter sich gelassen, steigerte sich von zärtlichen Fugen zu bombastischem Bergen und wieder zurück, wie eine Reise, die nicht dort endet wo sie sie mal anfing. Dazu kommt Sänger Dave Pen von verschroben bis filmreif (aber immer klar singend) drauf, singt von Vögeln auf Antennen oder Maschinen, die wie normale Leute leben, und geben als Einflüsse Bill Hicks (amerikanischer Komiker) bis John Carpenters Musik und Film an. Durchhörbar, trippig und eigenständig groß.

www.myspace.com/birdpen



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