aluminum babe – 17


(netMusicZone, VÖ: 13.11.2009)

November 15th, 2009 | 0 Kommentare ...  

aluminum babe – 17

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Der beigelegte Infotext verspricht 100 % puren, unverfälschten Electro-Garage aus dem Big Apple. Das Quartett um die Frontfrau Anna Liedberg verlässt sich auf ihrem zweiten Album namens 17 auf allseits erprobte Ingredienzien ihrer an musikalischem Output wenig armen Heimatstadt. Die Koordinaten sind klar und deutlich abgesteckt: Das überwältigende Debutalbum von The Rapture, Radio 4 und eine Prise LCD Soundsystem legen das Fundament für die Church of Debbie Harry. In eben jener hält Frau Liedberg sicherlich nicht nur am Sonntag eine Andacht.

Zwischen 2002 und 2004 hat man diese Art von Musik ziemlich wenig originell als NYC Dance-Punk klassifiziert. Die Verquickung von Song und Elektronik, welche damals einmal mehr eine Renaissance durch das aufstrebende DFA Label erlebte, trat einen ziemlich großen Hype los und hatte mit dem europäischen Electroclash nicht nur das Bindeglied Fischerspooner gemeinsam.

Auf 17 wird das oben Beschriebene noch einmal aufbereitet und auf die Spitze getrieben. Die von der Sängerin angeschlagene Tonlage klingt ganz bestimmt in manchem Ohr einschneidend und so richtig schön nach Riot. Mir geht sie nach fünf Minuten schon auf die Nerven. Der Opener Infatuation findet sich gleich in vier verschiedenen Versionen – zwischen House, Breakbeat und Experimental – auf dem Album. Na ja. Die drei Remixe des Originals wären auf einer 12″ Inch besser aufgehoben. Gleich als dritten Track gibt es eine kurzweilige Coverversion von Talking Heads’ Psycho Killer. Durchaus gelungen.

Als Anspieltip ist ansonsten noch Restart the Batteries und Best friends zu nennen. Zwei Stücke, die auf dem Indie-Dancefloor bestens funktionieren. Der Rest ist aufgekratzter, hyperventilierender Partysound, von dessen womöglich gut versteckten Qualitäten man sich am besten live überzeugt.

aluminum babe sind ab dem 19.11. auf Deutschland-Tour.

www.myspace.com/aluminumbabe



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